Fortbildung für Personen, die Zugangskontrollen an einem Flughafen sowie Überwachungen und Streifengänge durchführen

Fortbildung für Personen, die Zugangskontrollen an einem Flughafen sowie Überwachungen und Streifengänge durchführen

Die VO (EU) 2015/1998 sieht für Personen die Zugangskontrollen an einem Flughafen sowie Überwachungen und Streifengänge durchführen vor, dass diese sich Fortbildungen in geeigneten Intervallen unterziehen, die eine Aufrechterhaltung der Kompetenzen und eine Aneignung neuer Kompetenzen entsprechend den Sicherheitsentwicklungen gewährleisten. Die zuständige Luftsicherheitsbehörde kann hierzu den zeitlichen Umfang sowie die Inhalte konkretisieren.

Für Sicherheitspersonal, das ausschließlich nach Ziffer 11.2.3.5 der VO (EU) 2015/1998 zertifiziert ist, wird ein zeitlicher Umfang von 4 Unterrichtseinheiten (zu je 45 Minuten) an jährlicher Fortbildung festgelegt. Dies gilt unabhängig davon, ob die Zertifizierung nach 11.2.3.5 vollumfänglich gilt oder ein eingeschränkter Zertifizierungsnachweis ausgestellt wurde.

Als Inhalte der Fortbildung kommen insbesondere folgende Punkte in Betracht:

Themengebiet I – Theorie (2 UE):

  • aktuelle Entwicklungen, beispielsweise Erläuterungen zu aktuellen Tatmitteldiensten Luftsicherheit
  • aktuelles Lagebild Luftsicherheit für Wirtschaftsbeteiligte sowie andere Ergebnisse oder Ereignisse, die sich auf die Gefährdung der Luftsicherheit und ggf. auch spezifisch auf den betreffenden Flughafen auswirken
  • Grundzüge des Nationalen Luftsicherheitsprogramms (NLSP) sowie die zugehörigen Anlagen;
    aktuelle Liste der verbotenen Gegenstände nach Ziffer 1.6 (Anlage 1-A, 4-C) des Anhangs der DVO (EU) 2015/1998
  • Überprüfung der Berechtigung zum Mitführen solcher Gegenstände;
    nationale Gesetzgebung
  • Ergebnisse aus behördlichen Qualitätskontrollmaßnahmen sowie internen Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • örtliche Dienst- und/oder Verfahrensanweisungen
  • örtliche Kontrollprozesse und –verfahren, Ausweisordnung, Aufbau des Flughafens, Häufigkeit und Methode von Überwachung und Bestreifung
  • örtlich verwendete Ausrüstung (Kameras u. ä.) und Methoden, Einsatzmöglichkeiten, Funktionsweise und Leistungsvermögen
  • Meldewege bei Abweichungen
  • Meldewege und Maßnahmen beim Durchbrechen von Sicherheitsvorkehrungen

Themengebiet II – Praktische Übungen/soziale Kompetenzen (2 UE):

  • Wiederholung von spezifischen Kontrollverfahren an der Kontrollstelle und von Überwachungs-/Bestreifungsverfahren
  • örtliche Prozesse an der Kontrollstelle/bei der Überwachung und den Streifengängen;
    Verhaltensgrundsätze beim Auffinden von verbotenen Gegenständen
  • Situationstrainingstraining und Übungen zu Deeskalationstechniken, Strategien im Zusammenhang mit unangenehmen Kontrollsituationen sowie von Kontrollvorgängen/Überwachungen/Streifengängen
  • Umgang mit Stress.

Darüber hinaus können weitere Inhalte in die Fortbildungen einbezogen werden. Vor der Umsetzung sind diese jedoch mit der zuständigen Luftsicherheitsbehörde abzustimmen.

Seminardauer:
4 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Das entspricht netto 3 Stunden.
Die Schulung kann wahlweise vormittags oder nachmittags durchgeführt werden.